Die sieben Sinne des Menschen

Wunder der 7 Sinne – Mehr als nur Wahrnehmung

Ein Beitrag über das, was uns lebendig macht – und oft unbewusst steuert.

Unsere Sinne begleiten uns täglich, aber wie oft nehmen wir sie wirklich bewusst wahr? Die meisten Menschen denken bei „Sinnen” automatisch an Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten – doch unser Körper kann mehr. Weitaus mehr.

Neben den bekannten fünf Sinnen besitzen wir zwei weitere fundamentale Wahrnehmungssysteme, die uns mit der Welt und uns selbst verbinden: den Gleichgewichtssinn und die Tiefensensibilität (Propriozeption). Sie helfen uns, nicht nur zu funktionieren, sondern auch uns selbst zu spüren.

Und gerade in einer Welt voller Reize, Ablenkungen und digitaler Überflutung ist es wichtiger denn je, unsere Sinne nicht nur zu benutzen – sondern sie bewusst zu erleben.

Die klassischen 5 Sinne – Unsere Tore zur Welt

  • Sehen: Über 80 % unserer täglichen Eindrücke nehmen wir visuell auf. Farben, Formen, Licht und Bewegung beeinflussen unsere Stimmung, Orientierung und Aufmerksamkeit.

  • Hören: Geräusche, Stimmen, Musik – unser auditiver Sinn ist stark mit Emotionen verknüpft. Schon ein Ton kann Erinnerungen hervorrufen oder uns in Alarmbereitschaft versetzen.

  • Riechen: Der Geruchssinn ist eng mit dem limbischen System verbunden, unserem emotionalen Zentrum. Düfte berühren die Seele, können beruhigen oder warnen.

  • Schmecken: Genuss, Warnung, Nahrungsauswahl – unser Geschmackssinn schützt und verführt gleichermaßen.

  • Tasten: Der Berührungssinn ist einer der ältesten. Er vermittelt Nähe, Geborgenheit, Schmerz und Orientierung. In Massagen ist er ein zentrales Tor zu tiefer Entspannung und Regulation.

Der 6. Sinn – Gleichgewicht & Orientierung

Unser Gleichgewichtssinn liegt im Innenohr. Er steuert weit mehr als nur „nicht umfallen”: Er beeinflusst unsere Koordination, unser Raumgefühl, unsere Haltung und sogar unsere Stimmung.

Ein dauerhaft gestörtes Gleichgewicht (z. B. durch Stress, Verspannungen oder Reizüberflutung) kann zu innerer Unruhe, Angstzuständen und chronischer Anspannung führen. In der Körperarbeit versuchen wir oft, diesen Sinn über sanfte Bewegung, Druckpunkte oder Schwingung wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Der 7. Sinn – Tiefensensibilität (Propriozeption)

Dieser Sinn lässt uns spüren, wo unser Körper im Raum ist – auch mit geschlossenen Augen. Er ist verantwortlich dafür, dass wir „uns spüren”: Die Stellung unserer Gelenke, die Spannung unserer Muskeln, die Rückmeldung unserer Haut.

Menschen, die diesen Sinn nicht gut wahrnehmen, fühlen sich oft „daneben”, unverbunden oder verlieren die Körperspannung. Gerade bei innerem Stress, Traumata oder nach langen Belastungsphasen ist die Tiefensensibilität gestört – Massagen, bewusste Bewegung und Atemarbeit können sie wieder stärken.

Warum die bewusste Rückkehr zu den Sinnen so wichtig ist

Unsere Sinne sind nicht nur Werkzeuge der Wahrnehmung. Sie sind Schnittstellen zwischen Innen- und Außenwelt. Wenn wir sie ignorieren, stumpfen wir innerlich ab – werden taub für das, was uns guttut oder schadet.

Doch wenn wir sie liebevoll und achtsam einbeziehen, entsteht Verbindung – zu uns selbst und zu anderen.

Ein bewusstes Spüren, Hören, Sehen, Riechen, Tasten ist der erste Schritt in Richtung Heilung, Balance und echter Präsenz.

Meine Einladung an dich

Wenn du das Gefühl hast, „nicht ganz bei dir zu sein”, dich leer, überfordert oder abgeschnitten fühlst – dann komm zurück zu deinen Sinnen. Lass dich berühren, spüren, atmen, zuhören.

Vielleicht ist es eine Massage, die dich wieder in deinen Körper holt. Vielleicht ein Spaziergang, barfuß im Gras. Vielleicht das bewusste Lauschen in die Stille.

Unsere Sinne sind keine Luxusfunktion. Sie sind der Beginn von Gesundheit, Erdung und innerer Ruhe.

Wenn du magst, begleite ich dich auf diesem Weg.